
Oyama Masutatsu
Sosai Mas Oyama
Geburtsname: Choi Yeong-eui | Geburtsort: Gimje, Korea | Geburtsdatum: 27. Juli 1923 | Todesdatum: 26. April 1994 | Nationalität: Japanisch (koreanische Herkunft) | Stil: Kyokushin Karate | Graduierung: 10. Dan — Sosai
Masutatsu Oyama war ein koreanisch-japanischer Kampfkünstler, der das Kyokushin Karate begründete – einen Stil, der wie kein anderer für Härte, Ehrlichkeit und die Vervollkommnung des Charakters steht. Sein Lebenswerk prägt bis heute Millionen von Karateka weltweit, auch das Shinzen Dojo Berlin.

Vom Jungen aus Korea zum Kämpfer
Geboren 1923 als Choi Yeong-eui im koreanischen Gimje, wuchs der junge Oyama in einer Zeit auf, die von Krieg und Entwurzelung geprägt war. Mit 15 Jahren ging er nach Japan, wo er Shotokan Karate unter Gichin Funakoshis Schülern und Judo studierte.
Früh erkannte er: herkömmliches Karate war ihm zu theoretisch. Er suchte eine Kampfkunst, die wirklich funktioniert – mit echtem Kontakt, echter Härte und echter Haltung. Aus dieser Suche entstand Jahre später das Kyokushin.

Der Lebensweg von Mas Oyama
Geburt in Gimje (Korea) als Choi Yeong-eui
Ankunft in Japan. Beginn Shotokan Karate und Judo.
Sieg bei der ersten japanischen Karate-Meisterschaft nach dem Zweiten Weltkrieg.
Reise in die USA, berühmte Stierkampf-Demonstrationen.
Eröffnung des ersten Oyama Dojo in Tokio.
Gründung der Kyokushin Kaikan.
Gründung der International Karate Organization (IKO).
Veröffentlichung von What is Karate?.
Verleihung des 9. Dan.
Tod in Tokio. Vermächtnis lebt in 120+ Ländern weiter.
Was Sosai Mas Oyama uns lehrt
Technik
Sauberkeit schlägt Kraft. Eine perfekte Technik ist das Ergebnis tausendfacher Wiederholung.
Geist
Der unerschütterliche Geist. Wer im Dojo konzentriert sein kann, kann es auch im Leben.
Disziplin
Die Bereitschaft, jeden Tag wieder auf die Matte zu gehen. Geduld und Ausdauer.
Bescheidenheit
Wahre Stärke braucht kein Getue. Wer stark wird, lernt schweigen.
Die elf Leitsätze des Kyokushin
Der Weg der Kampfkünste beginnt und endet mit Höflichkeit. Sei daher jederzeit aufrichtig und wirklich höflich.
Den Weg der Kampfkünste zu gehen ist wie das Erklimmen einer Klippe – steige ohne Pause aufwärts.
Bemühe dich, in allem die Initiative zu ergreifen, und hüte dich vor Handlungen aus egoistischer Feindseligkeit.
Auch für den Kampfkünstler kann Geld nie die wahre Gerechtigkeit des Budo ersetzen.
Der Weg des Budo zeigt sich in der Rechtschaffenheit des Einzelnen, der Nation und der gesamten Menschheit.
Bescheidenheit ist das Fundament des Weges der Kampfkunst.
Budo wird missverstanden, wenn man nur auf das Äußere und die offensichtlichen Handlungen schaut.
Verliere nie den Willen zu kämpfen, aber erinnere dich stets: Der wahre Kampf spielt sich in dir selbst ab.
Für den Budoka sind Anfang und Ende dasselbe.
Bemühe dich, dich auf dem Weg des Budo einzusetzen – immer achtsam auf die Jahreszeiten.
Der Weg der Kampfkunst ruht auf der Haltung. Bemühe dich, jederzeit die richtige Haltung zu wahren.
Worte des Sosai
Der höchste Zweck der Kampfkunst ist nicht der Sieg, sondern die Vervollkommnung des Charakters des Übenden.
Wer leicht aufgibt, kann sich nie selbst besiegen – und das ist die einzige Niederlage, die zählt.
Eine harte Faust ohne ein weiches Herz ist keine Stärke, sondern rohe Gewalt.
Seine Bücher
Mas Oyama hat die weltweite Verbreitung des Kyokushin nicht nur durch Dojos, sondern auch durch seine Bücher geprägt. Sein Werk What is Karate? (1965) gilt als Standardwerk.
What is Karate? (1965) · This is Karate (1965) · Advanced Karate (1966) · Vital Karate (1966) · The Kyokushin Way (1979)
Sosai Mas Oyama
Historische Aufnahmen von Sosai Masutatsu Oyama — dem Begründer des Kyokushin Karate.




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